Coaching

Transformatives Coaching, Schamanismus und ich
Dieser Artikel richtet sich in erster Linie an Fortgeschrittene im Kunsthandwerk des transformativen Coachings. Ich bin nämlich zögerlich, die Gedanken, die ich hier ausbreiten werde, mit absoluten Anfänger*innen in unserer Zunft zu teilen – einfach, weil ich verallgemeinernd unterstelle, dass die wohl eher an agilem Vorgehen, schnellen Ergebnissen und flüchtigen Nachwirkungen interessiert sind. Um all das geht es mir nämlich nicht.

Kann ich als transformativer Coach direktiv sein?
Eine wirklich gute Frage. Direktiv sein heißt zu sagen: Tue dies, lasse jenes. Sag dies, sag jenes nicht. Lauf nach links, nicht nach rechts. Das kann man, muss man vielleicht sogar als Fußball-Coach machen – aber in Prozessen, in denen es um Lebensweg-Entscheidungen geht? Entschuldigung? Wollen wir, dürfen wir etwa die Verantwortung übernehmen dafür, welche Lebensentscheidungen unser*e Coachee trifft? Nee, oder?

Wie kann ich als Coach mit mir selbst arbeiten, während ich mit meinem Coachee arbeite?
Spoiler-Alert: spart Zeit, Energie und Supervisionshonorare – und macht Spaß! Frage: warum sollte man überhaupt mit sich selbst arbeiten, wenn doch die eigene Rolle und Expertise darin besteht, mit anderen zu arbeiten? Antwort: genau darum. Hier soll es darum gehen, wie wir als Coaches mit uns selbst ‚arbeiten‘ können, während wir tun, was wir tun, also in Echtzeit.

Arbeiten mit denen, die keine Arbeit haben
Seit ein paar Monaten arbeite ich mit Menschen, die langzeitarbeitssuchend sind. Der Begriff kommt von außen, aus der Gesellschaft. So würde sich wohl niemand selbst bezeichnen. Und wenn ich so darüber nachdenke, was es bedeutet, als langzeitarbeitssuchend tituliert zu sein, denke ich an Dinge wie: versagt, zu doof, nicht ausreichend, gescheitert, ohne Chance, ganz unten, nicht gut genug, ungewollt, unnormal, asozial … Und ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie es sich anfühlen muss, ...

Wie werde ich Coach?
Die Frage, wie man/frau eigentlich Coach wird und welche persönlichen Voraussetzungen notwendig oder hilfreich sind, beschäftigt viele Leute, die über eine Ausbildung zum Coach nachdenken. Auch in unseren ersten Gesprächen mit Interessent*innen taucht die Frage immer wieder auf. Deshalb haben wir uns gedacht, dass wir dies einfach mal hier im Blog aufgreifen und unsere Perspektive zur Frage „Wie werde ich Coach“ beschreiben.

Innere Quellen - eine Reise im Grenzgebiet der Identität
Arbeit in einem Team, dem die Führung fehlt, wo die Lauten die Leisen übertönen und die Starken die Schwächen anderer ausnutzen, macht mitunter krank oder bringt Beteiligte an andere Grenzen. In einer solchen Konstellation wendet sich Frau W. mit dem Anliegen an mich, „auf Augenhöhe“ mit den Kolleg*innen zu kommen, sozusagen „ihre Frau zu stehen“. Es könne ja nicht sein, dass die letzten Arbeitsjahre in Frust und Übellaunigkeit versinken.

Der Coaching-Markt ist weitestehend unreguliert. Darüber mag man aus der Perspektive der ‚Qualitätssicherung‘ weinen, aber es spiegelt auch wieder, dass wir in einer Zeit des ungeordneten Aufbruchs leben, in der es einen großen Bedarf nach (wenn man so will) Lebenshilfe gibt, der von den qualitätsgesicherten Versorgungshierarchien nicht befriedigt wird. Heute möchten wir einige Gedanken, Hinweise und Fragen teilen, die helfen können, sich auf diesem unübersichtlichen Terrain zu verorten.

Seit einigen Wochen begleite ich eine junge Führungskraft - nennen wir sie Antonia – beim Start in ihre neue Aufgabe. Antonia ist Teamleiterin von zehn Mitarbeitern eines mittelständischen Unternehmens und mag ihren Job sehr. Ihre neue Aufgabe als Chefin sieht sie sowohl als Berufung als auch als Herausforderung. Und Antonia mag Herausforderungen! So geschieht es also, dass sie eines Tages so ganz aus dem Nichts einen bitterbösen Anruf ihrer Chefin erhält ...

Meine Arbeit als Coach besteht in der sehr persönlichen Begleitung von Menschen in Transformationsprozessen – von Angesicht zu Angesicht. Wir sitzen üblicherweise im gleichen Raum, atmen die gleiche Luft, sind einander zugewandt. Kein Gedanke ans Abstandhalten, denn hier geht es um Beziehung, nicht um (körperliche) Distanz. Was aber ist jetzt, in den Zeiten der Pandemie?

Ich liege warm eingepackt auf einer Liege im Halbdunkeln. Leise Musik, es duftet gut und eine freundliche Masseurin bearbeitet durchaus kräftig meine verspannten Muskeln. Thai-Massage, Geburtstagsgeschenk. Und so liege ich und spüre mich und lasse meine Gedanken ziehen …

Coaching-Newsletter

Erhalten Sie wertvolle Tipps für Ihre Coaching-Praxis und zur Arbeit mit sich selbst.

Ja, ich stimme den Datenschutzbestimmungen zu.

Artikel aus unserem Blog + aktuelle Angebote und Veranstaltungen + Neues aus der Coaching Community + Tipps und Tools, die wir nur mit Ihnen als Abonnent*in teilen



Ausbildung Transformatives Coaching

6 Module á 4 Tage

mit Rainer Molzahn & Peggy Kammer

Ein Weg zu Kreativität und Freiheit,

zu Wirksamkeit und Verantwortung.

Individuelle Begleitung auf Ihrem Weg

Die Coaches aus unserer Community

sind für Sie da.