Artikel mit dem Tag "Transformation"



Transformatives Coaching, Schamanismus und ich
Dieser Artikel richtet sich in erster Linie an Fortgeschrittene im Kunsthandwerk des transformativen Coachings. Ich bin nämlich zögerlich, die Gedanken, die ich hier ausbreiten werde, mit absoluten Anfänger*innen in unserer Zunft zu teilen – einfach, weil ich verallgemeinernd unterstelle, dass die wohl eher an agilem Vorgehen, schnellen Ergebnissen und flüchtigen Nachwirkungen interessiert sind. Um all das geht es mir nämlich nicht.

Kann ich als transformativer Coach direktiv sein?
Eine wirklich gute Frage. Direktiv sein heißt zu sagen: Tue dies, lasse jenes. Sag dies, sag jenes nicht. Lauf nach links, nicht nach rechts. Das kann man, muss man vielleicht sogar als Fußball-Coach machen – aber in Prozessen, in denen es um Lebensweg-Entscheidungen geht? Entschuldigung? Wollen wir, dürfen wir etwa die Verantwortung übernehmen dafür, welche Lebensentscheidungen unser*e Coachee trifft? Nee, oder?

Wie geschieht Veränderung? - Das 5-Grenzen-Prozessmodell To Go
Wie verlaufen Veränderungsprozesse? Wie und wo scheitern sie und warum, wie gelingen sie? Und was bewirkt das? Diese Fragen beschäftigen mich schon fast so lange, wie ich mein eigenes Denken, Fühlen und Wirken bezeuge und zu verstehen versuche.

Innere Quellen - eine Reise im Grenzgebiet der Identität
Arbeit in einem Team, dem die Führung fehlt, wo die Lauten die Leisen übertönen und die Starken die Schwächen anderer ausnutzen, macht mitunter krank oder bringt Beteiligte an andere Grenzen. In einer solchen Konstellation wendet sich Frau W. mit dem Anliegen an mich, „auf Augenhöhe“ mit den Kolleg*innen zu kommen, sozusagen „ihre Frau zu stehen“. Es könne ja nicht sein, dass die letzten Arbeitsjahre in Frust und Übellaunigkeit versinken.

Der Coaching-Markt ist weitestehend unreguliert. Darüber mag man aus der Perspektive der ‚Qualitätssicherung‘ weinen, aber es spiegelt auch wieder, dass wir in einer Zeit des ungeordneten Aufbruchs leben, in der es einen großen Bedarf nach (wenn man so will) Lebenshilfe gibt, der von den qualitätsgesicherten Versorgungshierarchien nicht befriedigt wird. Heute möchten wir einige Gedanken, Hinweise und Fragen teilen, die helfen können, sich auf diesem unübersichtlichen Terrain zu verorten.

Im zweiten Teil zu den 5 Archetypen an der Grenze zum veränderten Handeln schauen wir uns diese beiden Dynamiken an: den Verrat an der Komplizenschaft der Opfer und den Verrat an den Hoffnungen der Getreuen. Egal welcher archetypische Weg für unseren Coachee dran ist, hier verschränken sich der individuelle und der kollektive Prozess einer Veränderung.

Der vorläufige Abschluss eines individuellen Veränderungsprozesses ist ein neues Verhalten - außen sichtbar für andere. Allerdings ist es auch an Grenze 5 gut, nichts blindwütig zu überstürzen: Handeln, ja natürlich. Unbedacht handeln, lieber nicht, denn ab jetzt wird es öffentlich – und damit wird es gefährlich. Ebenso wie an Grenze 4 gibt es auch für das neue Handeln 5 Archetypen - die andere Seite der gleichen Medaille.

Jeder Veränderungsprozess, jede Transformation, ist individuell und einzigartig - genau wie jeder einzelne Mensch auf diesem Planeten. Trotzdem gibt es an der Schwelle zur Transformation unseres Selbstbildes 5 Archetypen, die uns als Coaches und auch als Transformand*innen bei der Orientierung helfen. Welche Archetypen begegnen uns an Grenze 4?

Am besten geht es uns im allgemeinen, wenn unsere persönlichen Bedürfnisse und die Interessen, die wir in unseren Rollen verfolgen müssen, deckungsgleich sind. Musiker wollen musizieren, Ärzte wollen heilen, Ordnungsliebende wollen Ordnung schaffen, Polizisten wollen dem Guten zum Sieg über das Schlechte verhelfen. Das sind die Träume, die uns motivieren, bestimmte Rollen zu erwerben, sie einzuüben und schließlich zu meistern.

Coaching ist mittlerweile ein geläufiges Mittel, wenn es um Ausbildung und Kompetenzentwicklung geht: Coach und Coachee treffen sich, um in der geschützten Zweiersituation an Engpässen zu arbeiten und Ziele anzusteuern. Was aber ist transformatives Coaching? Und warum nennen wir, was wir tun und lehren, genau so?

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